Wir über uns

Die ANG ist eine Vereinigung von Gefäßchirurgen, die in einer vertragsärztlichen Praxis oder Gemeinschaftspraxis bzw. medizinischem Versorgungszentrum niedergelassen sind und ihre Tätigkeit ausschließlich oder weit überwiegend auf Gefäßheilkunde (Gefäßchirurgie, Phlebologie und Angiologie) beschränken. Ordentliches Mitglied in der ANG können satzungsgemäß nur solche Fachärzte für Chirurgie werden, die die Weiterbildung im Schwerpunkt Gefäßchirurgie nach der Weiterbildungsordnung für Ärzte abgeschlossen haben und zum Tragen der Schwerpunktsbezeichnung "Gefäßchirurgie" von ihrer Ärztekammer ermächtigt sind. 

Die Gründung der ANG geht auf das Jahr 1987 zurück. Damals trafen sich 9 niedergelassene Gefäßchirurgen in Mönchengladbach, um gemeinsame Probleme zu besprechen. Es zeigte sich bereits damals in der kleinen Gruppe, dass die Probleme organisatorischer und insbesondere berufspolitischer Art, bei allen Teilnehmern nahezu identisch und vom Standort unabhängig waren. Insbesondere hatten alle darunter zu leiden, dass sie als Randgruppe im Konzert der Facharztbezeichnungen, viele Ungerechtigkeiten und Fehlbeurteilungen zu erdulden hatten, weil die zuständigen Gremien überhaupt nicht wussten, was ein niedergelassener Gefäßchirurg ist und was er macht. Zunächst wurde 1987 ein lockerer Zusammenschluss, im Sinne eines nicht eingeschriebenen Vereins nach dem Vereinsgesetz, vereinbart. Nachdem die Mitgliederzahlen stetig gestiegen waren, wurde 1995, um den wachsenden Aufgaben gerecht werden zu können, beschlossen, der Arbeitsgemeinschaft eine rechtsfähige Struktur zu geben und einen eingeschriebenen Verein zu gründen. Der Verein ist gemeinnützig und im Vereinsregister Berlin-Charlottenburg registriert (95VR23336/NZ, Steuer-Nr. 27/660/61312). 

Es ist von der Mitgliederversammlung gewollt, dass die Mitglieder der ANG auch Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie sein sollen, was auch fast geschlossen der Fall ist. Im Jahre 1995 hat daher die DGG eine Satzungsänderung durchgeführt und bestimmt, dass jeweils ein Mitglied der ANG stimmberechtigtes Mitglied im Vorstand der DGG ist. Die Wahl hierzu erfolgt durch die Mitgliederversammlung der DGG auf Vorschlag der ANG. Der Kandidat wird von der Mitgliederversammlung der ANG nominiert. 

Inzwischen hat die ANG es nach mühsamen Anstrengungen, die auch nicht immer ohne Anfeindungen vonstatten gingen, erreicht, bei den Standesorganisationen gehört zu werden. Es liegt auf der Hand, dass die Interessenvertretung einer kleinen, subspezialisierten Gruppe wie die der Gefäßchirurgen nicht einfach ist, da Minderheitenschutz in der Berufspolitik nicht gerade zu den vorgegeben Rechten gehört. Neben der berufspolitischen Vertretung nach außen hat die ANG immer großen Wert darauf gelegt, die niedergelassenen Gefäßchirurgen persönlich zusammenzubringen, persönlichen Erfahrungsaustausch zu fördern um gemeinsame Überzeugungen und Standards zu entwickeln. Im Rahmen dieser Bemühungen ist eine umfangreiches System für die Qualitätssicherung in der Varizenchirurgie entwickelt worden, dass in der Folge als Grundlage für die Entwicklung eine analogen System der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie (DGG) gedient hat. Darüber hinaus hat die ANG intensiv an der Erstellung der Leitlinien der DGG teilgenommen und war federführend für die Entwicklung der Leitlinie "Primäre Varikosis" sowie für den Anhang "Indikationsleitlinie ambulant/stationär". Die Leitlinien sind als Buch erschienen (DGG (Hrsg.) Leitlinien zu Diagnostik und Therapie in der Gefäßchirurgie, Deutscher Ärzte-Verlag, Köln 1998) Gerade dieser Teil der Leitlinie hat wesentlich dazu beigetragen, dass der Streit zwischen Klinikern und Vertragsärzten über die Art der Versorgung beigelegt werden konnte. Inzwischen ist unter Beteiligung der DGG und der ANG zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie (DGP) und dem Berufsverband der Phlebologen eine fachübergreifende gemeinsame (S2) Leitline entstanden und publiziert. 

Neue Aufgaben zeichnen sich ab und sollen mit Vehemenz angepackt werden. Als vorrangige Ziele haben Mitgliederversammlung und Vorstand definiert:

  • Verbesserung der Kommunikation der niedergelassenen Gefäßchirurgen untereinander durch weitgehende Vernetzung
  • Entwicklung und Förderung von Modellen zur besseren Verknüpfung zwischen stationärer und ambulanter gefäßchirurgischer Versorgung
  • Planung und Umsetzung von Konzepten zur Verbesserung der ambulanten Versorgung in der Gefäßchirurgie
  • Planung und Umsetzung von wissenschaftlichen Studien zu besonderen Problemen der ambulanten gefäßchirurgischen und phlebologischen Versorgung
  • Die z. Z. einsetzende Umstrukturierung in der Gefäßchirurgie im Hinblick auf die minimal invasiven Techniken und endovaskulären Techniken stellen auch für die niedergelassenen Gefäßchirurgen eine große Herausforderung dar. Die ANG und ihre Mitglieder stellen sich dieser Herausforderung und werden ihren spezifischen Beitrag dazu leisten